Wildrentiere 2030?


Es ist wichtig für Norwegen - und wird auch als internationale Verpflichtung betrachtet – das europäische Wildrentier und die Werte, die es repräsentiert, zu erhalten.

Das Projekt schlägt die Einrichtung von 9 nationalen Wildrentiergebieten vor. Zur Betonung der internationalen Verantwortung, die Norwegen trägt, empfiehlt das Projekt, 2 europäische Wildrentierregionen einzurichten.

 

Wenn wir mehr für die Sicherung des Lebensraums des Wildrentiers tun und der Bevölkerung dazu verhelfen, den Wert des Wildrentiers mehr zu schätzen, dürfen wir darauf hoffen, dass sich in den südnorwegischen Bergen auch in Zukunft überlebensfähige, europäische Wildrentierbestände befinden werden.

 

Mehr zu Villrein & Samfunn

Bei dem Wildrentier dreht es sich nicht nur um das Tier Wildrentier, sondern um eine breite Palette von ökologischen und kulturellen Prozessen, die wir mit dieser Tierart, die mehrere zehntausend Jahre lang eine Schlüsselressource in der europäischen Kultur war, verbinden. Ein Wildrentier ist nur dann ein Wildrentier, wenn es in Herden, die in großen Gebieten umherstreifen, leben kann, wenn es von Weide zu Weide ziehen kann und den Menschen erfreuen und ihm als Lebensgrundlage dienen kann.

 

Das Themenheft Villrein og Samfunn (dt. etwa „Wildrentier und Gesellschaft”) – eine Orientierung zur Bewahrung und Nutzung von Europas letzten Wildrentiergebieten:

Das Projekt Wildrentier & Gesellschaft ist ein breit angelegtes Zusammenarbeitsprojekt zur Bewältigung der Herausforderungen bei der Verwaltung des Wildrentierbestandes. Ziel des Projekts ist zu ermitteln, was zu tun ist, um die Zukunft des Wildrentiers als Art, Erlebniswert und Lebensgrundlage zu sichern.

 

Die Ratgebergruppe präsentierte im November 2004 ihre Empfehlung.

Das Themenheft Villrein og Samfunn skizziert fünf Pfeiler, auf denen die Verwaltung der norwegischen Wildrentiergebiete sich in Zukunft stützen soll:

  • Die Bewahrung des Wildrentiers als Aufgabe der Gesellschaft.
  • Stärkerer Fokus auf Flächenverwaltung.
  • Schluss mit der „Stück für Stück”-Verwaltung.
  • Die Schaffung von größeren zusammenhängenden Lebensräumen für das    Wildrentier.
  • Die Ermöglichung von tragfähiger Wertschöpfung